Sport schafft einen super Ausgleich zum Alltag.

Hadise, 18, ist als Afghanin im Iran aufgewachsen und kam 2015 nach Deutschland. Sie spielt für ihr Leben gerne Fußball und ist Mitglied bei CHAMPIONS ohne GRENZEN e. V..

„Als ich im Iran war, habe ich nie Sport gemacht. Auch in der Türkei habe ich nicht gespielt, denn Frauen spielen nicht. Ich habe erst in Deutschland angefangen. Mein Freund hat bei Champions ohne Grenzen Fußball gespielt. Er hat mir davon erzählt. Er hat gesagt, dort können auch Frauen spielen. Ich habe die Trainerinnen kennengelernt. Danach habe ich es ausprobiert und es hat mir gefallen. Das erste Mal beim Training war ich überrascht, dass eine Frau das auch kann. Das Training macht großen Spaß und nun spiele ich regelmäßig.

Außerdem möchte ich mittlerweile nicht nur spielen, sondern auch Trainerin sein. Meine Trainerinnen inspirieren mich dazu. Seitdem ich regelmäßig spiele, braucht mein Körper die Bewegung. Ich mache jetzt auch gerne Fitness, fahre Fahrrad und versuche, schwimmen zu lernen. Wenn ich einmal nicht zum Training gehen kann, bin ich traurig.

Mein Bruder hat eine sehr strenge Vorstellung davon, was sich für eine afghanische Frau gehört. Er hat mir viel verboten. Es war sehr anstrengend, mit ihm zusammenzuleben. Wir leben jetzt nicht mehr zusammen.

 

Jetzt ist es leichter zum Training zu gehen. Meine Eltern sind im Iran. Sie wissen, dass ich spiele, aber ich erzähle nicht so oft davon. Ich vermisse sie und möchte nicht mit meiner Mama streiten.

Anderen Frauen möchte ich sagen: Kommt dazu, es macht Spaß! Es ärgert mich, wenn Frauen sich nur zum Quatschen treffen. Ich möchte der Trainerin zuhören und lernen. Ich möchte mich entwickeln und gewinnen! Sport hilf mir, fit zu bleiben. Er hilft mir aber auch, wenn ich traurig bin. Durch Sport kriege ich einfach gute Laune.“